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Stasiopfer-Gedenkstätte: 440 000 Besucher in diesem Jahr

Der Wachturm der Stasigefängnis-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Der Wachturm der Stasigefängnis-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. In die Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte sind in diesem Jahr rund 440 000 Interessenten gekommen. Zudem konnten mehr als 700 Gespräche mit Zeitzeugen vermittelt werden, teilte die Einrichtung im Stadtteil Hohenschönhausen mit. Rund 800 Veranstaltungen seien organisiert worden. Die Stiftung sprach von einem erfolgreichen Jahr. dpa

Die Zahlen sprechen für ein weiter hohes Interesse an der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Im Vorjahr haben knapp 455 000 Interessierte die frühere zentrale Untersuchungshaft der DDR-Staatssicherheit besichtigt. Ehemalige Häftlinge führen die Besucher durch original erhaltene Zellen und Verhörräume und berichten von einem bedrückenden Haftalltag.

Seit Gründung der Gedenkstätte 1994 haben damit fast fünf Millionen Menschen den Ort kennengelernt. Seit 2013 zeigt eine Dauerausstellung zudem Zeugnisse politischer Verfolgung. Das unter Denkmalschutz stehende Areal wird über eine Stiftung vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

In dem Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt. Auch Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.

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