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Stadtstaaten wehren sich in Karlsruhe gegen Zensus-Einbußen

Karlsruhe. Bei der Volkszählung 2011 schrumpfte Deutschland mit einem Schlag um gut 1,5 Millionen Einwohner - jetzt prüft das Bundesverfassungsgericht, ob die Ergebnisse Hand und Fuß haben. Heute wird in Karlsruhe über Klagen aus Berlin und Hamburg verhandelt. Die Stadtstaaten müssen wegen der korrigierten Bevölkerungszahlen Millionen-Einbußen beim Länderfinanzausgleich hinnehmen. Sie machen dafür die Erhebungsmethode verantwortlich. Zum ersten Mal haben die Statistiker nur einen kleineren Teil der Bürger befragt und stattdessen die Daten der Einwohnermeldeämter und anderer Stellen ausgewertet. Berlin und Hamburg halten die Ergebnisse für ungenau und verzerrt. Das Urteil wird später verkündet, erfahrungsgemäß nach einigen Monaten. (Az. 2 BvF 1/15, 2 BvF 2/15) dpa