| 15:12 Uhr

Sportsenator Geisel für Herthas Verbleib im Olympiastadion

Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD) ist zu sehen. Foto: Michael Kappeler/Archiv
Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD) ist zu sehen. Foto: Michael Kappeler/Archiv FOTO: Michael Kappeler
Berlin. In der Standort-Debatte um die künftige Spielstätte des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC favorisiert Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel den Verbleib im Olympiastadion. „An der Nutzung von Hertha hängen über 50 Prozent der Veranstaltungen im Olympiastadion“, sagte Geisel dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Es sei das Ziel, „Hertha in der Stadt zu halten.“ dpa

Einen Umbau des Olympiastadions zu einer reinen Fußball-Arena kann sich Geisel durchaus vorstellen. Allerdings müssten alle Varianten zunächst durchgerechnet werden. Die Hertha würde am liebsten eine neue Arena auf dem Olympia-Gelände bauen lassen. Der Umzug ins brandenburgische Ludwigsfelde ist eine weitere Option.

Sollte Hertha im Olympiastadion verbleiben, würden die Spiele des Bundesligisten absoluten Vorrang vor anderen Veranstaltungen genießen. „Ich verstehe die Leichtathleten. Aber eine Leichtathletik-Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft findet im Durchschnitt alle 17 Jahre im Olympiastadion statt. Hertha spielt dort 17 Mal im Jahr oder häufiger“, begründete Geisel.

Die Wirtschaftlichkeit des Stadions müsse gewährleistet werden. „Wenn man also sagt: Leichtathletik muss weiter im Olympiastadion stattfinden, dann muss man auch eine Antwort darauf geben, wie man das wirtschaftlich gestalten kann“, erklärte der SPD-Politiker. Zum Umgang mit der Laufbahn im Olympiastadion sagte der Senator: „Für die Laufbahn kann man auch mobile Varianten finden, wenn man das will.“

Tagesspiegel-Meldung