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Sohn im Streit erstochen: Vater gesteht vor Gericht

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv FOTO: David-Wolfgang Ebener
Berlin. Ein Vater, der seinen 27-jährigen Sohn in einem Streit erstochen haben soll, steht von heute an vor dem Berliner Landgericht. Dem 56 Jahre alten Angeklagten wird Totschlag zur Last gelegt. Zu dem Drama sei es im September 2017 im Haus des Vaters im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen gekommen. Der 56-Jährige soll laut Anklage in einer heftigen Auseinandersetzung mit einem Messer auf seinen Sohn losgegangen sein. Er habe dem 27-Jährigen einen tödlichen Stich in das Herz versetzt. Dem Streit waren Angaben zufolge jahrelange gravierende Probleme zwischen Vater und Sohn vorausgegangen - unter anderem wegen Straftaten des 27-Jährigen. dpa

Ein Vater hat in Berlin vor Gericht gestanden, seinen erwachsenen Sohn erstochen zu haben. Als er den 27-Jährigen wegen dessen Verhalten zur Rede stellen wollte, habe er zugestochen, gab der Angeklagte zu Prozessbeginn am Dienstag vor dem Landgericht zu. Er habe den Sohn aber geliebt und nicht töten wollen. Kurz vor dem Stich habe ihn der 27-Jährige gedemütigt und mehrfach geohrfeigt. Sein vorbestrafter Sohn habe immer wieder Konflikte provoziert. Dem 56 Jahre alten Haustechniker wird Totschlag zur Last gelegt.

Zu dem Drama war es im September 2017 im Einfamilienhaus des Angeklagten im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen gekommen. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Handgreiflichkeiten des Sohnes habe sich dieser in sein Zimmer zurückgezogen, heißt es in der Anklage. Der Vater habe ein Klappmesser genommen und sei dem 27-Jährigen gefolgt. In einer erneuten Auseinandersetzung habe der 56-Jährige „ohne rechtfertigenden Grund“ zugestochen.

Das Opfer verblutete noch am Tatort. Zwischen Vater und Sohn soll es seit Jahren gravierende Probleme gegeben haben. Sein Junge sei schon als Kind schwierig und aggressiv gewesen, sagte der Angeklagte. Das Messer habe er vor der Tat eigentlich nur eingesteckt, um sich notfalls wehren zu können. Der Prozess wird am 10. April fortgesetzt.