| 11:39 Uhr

Signal-Iduna-Klage: Ex-Spitzenmanager bestreitet Absprachen

Hotel-Investor Anno August Jagdfeld steht im Landgericht in Dortmund. Foto: Bernd Thissen/Archiv
Hotel-Investor Anno August Jagdfeld steht im Landgericht in Dortmund. Foto: Bernd Thissen/Archiv FOTO: Bernd Thissen
Dortmund. Vor dem Dortmunder Landgericht wird heute die nächste Runde in einem der größten Schadenersatzprozesse der deutschen Wirtschaftsgeschichte eingeläutet. Die Richter wollen aktuelle und ehemalige Vorstände der Dortmunder Versicherung Signal Iduna als Zeugen vernehmen. Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld wirft dem Konzern eine Rufmordkampagne im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung des Berliner Hotels Adlon im Jahr 2009 vor. Die Schadenersatzforderung Jagdfelds beläuft sich auf mindestens 530 Millionen Euro. dpa

Vor dem Dortmunder Landgericht hat ein früherer Top-Angestellter der Versicherung Signal Iduna Absprachen über eine gezielte Rufmordkampagne gegen den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld bestritten. Der seit Herbst 2017 pensionierte Ex-Leiter des Bereiches für Finanzen und Beteiligungen bei dem Versicherungskonzern sagte am Dienstag: „Diese Behauptung ist außerhalb jeder Realität.“

Es ist einer der größten Schadenersatzprozesse der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Jagdfeld wirft der Signal Iduna vor, im Zusammenhang mit einem Immobilienfonds für das Berliner Hotel Adlon einen Anwalt damit beauftragt zu haben, unwahre Behauptungen über ihn zu verbreiten. Den ihm dadurch entstandenen Vermögensschaden beziffern die Anwälte Jagdfelds inzwischen auf rund eine Milliarde Euro.

Vor dem Dortmunder Landgericht soll nun geklärt werden, ob die Signal Iduna tatsächlich schadenersatzpflichtig ist. Um den Sachverhalt aufzuklären, sollen an den nächsten Verhandlungstagen weitere hochrangige Mitarbeiter und Vorstände der Versicherung als Zeugen befragt werden.