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Shermin Langhoff: Bei sexueller Belästigung nicht wegsehen

Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim Gorki Theaters. Foto: Jörg Carstensen/Archiv
Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim Gorki Theaters. Foto: Jörg Carstensen/Archiv FOTO: Jörg Carstensen
Berlin. Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters, hat ein entschiedenes Vorgehen gegen sexuelle Belästigung gefordert. „Notwendig ist eine politische und juristische Praxis, die hinsieht und nicht wegsieht“, schrieb die 1969 in der Türkei geborene Theatermacherin am Dienstag im Berliner „Tagesspiegel“. Es könne nicht angehen, dass Frauen im Fall einer Anzeige beweisen müssten, dass sie wirklich nein gesagt und sich gewehrt hätten. dpa

Zudem sprach sich Langhoff für kreative Aktionen gegen Belästigung aus. Sie erinnerte dabei an die Kampagne der Lila Nadeln in Istanbul. „Wir Jugendliche damals fuhren mit Nadeln gerüstet in den öffentlichen Bussen, wo es zum Alltag gehörte, dass sich irgendein Mann an uns rieb.“ Jede Frau habe Sexismus-Erfahrungen. Niemand dürfe so tun, als ob er das nicht wisse.

Artikel Langhoff im "Tagesspiegel"