| 09:54 Uhr

Senator: Organisierte Kriminalität ändert sich

Andreas Geisel (SPD,l), Berlins Senator für Inneres und Sport. Foto: Paul Zinken/Archiv
Andreas Geisel (SPD,l), Berlins Senator für Inneres und Sport. Foto: Paul Zinken/Archiv FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. Ermittler beobachten bei der organisierten Kriminalität in Berlin eine Zunahme von Wirtschaftsdelikten. „Rohheits- und Gewaltvorfälle nehmen ab. Wir sehen aber zunehmend Versuche, kriminelle Geschäfte in offizielle Geschäfte zu überführen“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Dies betreffe zum Beispiel Immobiliengeschäfte. dpa

Organisierte Kriminalität gehe in Berlin aber weit über das Agieren arabischer Großfamilien hinaus, so der Senator. In abgeschottete Strukturen vorzudringen, sei nach wie vor schwierig. Derzeit liefen aber mehrere Prozesse, in denen Kronzeugen anfingen, zu sprechen.

Nach Definition von Polizei und Justiz wird zur organisierten Kriminalität Geldwäsche, Menschenhandel und Korruption gezählt. Der Bereich ist demnach von Gewinn- und Machtstreben bestimmt. Mehrere Täter agierten planmäßig und auf Dauer arbeitsteilig. Angestrebt werde der Einfluss auf Politik, Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft.