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Senat und Verbände einig über künftige Kita-Finanzierung

Kinder spielen und basteln in einer Kindertagesstätte. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Kinder spielen und basteln in einer Kindertagesstätte. Foto: Kay Nietfeld/Archiv FOTO: Kay Nietfeld
Berlin. Der Berliner Senat und mehrere Verbände haben sich auf die künftige Kita-Finanzierung in der Hauptstadt geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will das Land von 2018 an einen höheren Anteil der Kosten übernehmen. Er soll bis 2021 schrittweise von 93 auf 95 Prozent steigen. Außerdem sollen die Kita-Träger höhere Sachkosten erstattet bekommen, dazu wird der sogenannte Basiswert schrittweise angehoben. Grundlage für die Berechnung der Personalkosten sollen die Tarifbestimmungen für den öffentlichen Dienst des Landes sein. dpa

Den Eigenanteil von aktuell noch sieben Prozent müssen Kitas selbst erwirtschaften, was vielen Trägern unter dem Strich nur mühsam oder nicht gelingt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gewerkschaft GEW eine 100-prozentige Kostenübernahme durch das Land gefordert. Sie hatte auch zu geringe Mittel für Sachkosten beklagt und darauf hingewiesen, dass vor allem kleine und mittlere Kita-Träger Geld dafür bei den Personalkosten abzwackten, was auf Kosten der Mitarbeiter gehe.

Die Fortschreibung der „Rahmenvereinbarung zur Finanzierung und Leistungssicherung in Tageseinrichtungen“ gilt bis 2021. In die Berechnung des Finanzvolumens fließen unter anderem Personalkosten, Betreuungsumfang sowie Raum- und Verwaltungskosten mit ein.

Aktuell gibt es in Berlin knapp 170 000 Kita-Plätze in 2500 Einrichtungen, der Bedarf wächst. Daher ist der weitere Ausbau der Kinderbetreuung ein wichtiges Ziel von Rot-Rot-Grün. Aktuell gibt das Land Berlin für die Kinderbetreuung etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich aus. Die Summe dürfte in den kommenden Jahren deutlich zunehmen.

Statistikamt zu Kitaplätzen in Berlin