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Schwerkranke Lebensgefährtin misshandelt: 1800 Euro Strafe

Berlin. Weil er seine schwerkranke Partnerin geschlagen und getreten haben soll, muss ein 42-Jähriger eine Geldstrafe von 1800 Euro zahlen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den Mann am Donnerstag der Körperverletzung schuldig. Der Angeklagte habe die 53 Jahre alte und gesundheitlich geschwächte Frau in ihrem Wohnhaus im Stadtteil Kreuzberg attackiert, als sie auf dem Boden lag, hieß es im Urteil. Von einem weiteren Vorwurf einer Prügelattacke gegen seine Lebensgefährtin wurde der Mechaniker freigesprochen. dpa

Nachbarn hatten im Oktober 2016 das Opfer im Hausflur entdeckt und Rettungskräfte alarmiert. Eine Zeugin schilderte im Prozess, der Angeklagte habe neben der Frau gestanden und „wie blind um sich getreten“. Der Mann habe wütend und angetrunken gewirkt.

Der 42-Jährige hatte erklärt, er könne sich „nur rudimentär“ an den Vorfall erinnern. Die Beziehung zu der inzwischen wegen einer Krebserkrankung verstorbenen Frau sei schwierig gewesen. „Es ist leider auch zu Gewalt gekommen, es tut mir leid“. Auch Staatsanwalt und Verteidiger hatten auf eine Geldstrafe plädiert. Einbezogen in die Entscheidung wurde eine frühere Verurteilung wegen Diebstahls.