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| 19:20 Uhr

Berliner Mordkommission ermittelt
Schüsse im Märkischen Viertel: Schwerverletzte und Festnahmen

Einschusslöcher sind in den Scheiben des «Tschetschenischen Kulturzentrums» am Eichhorster Weg im Märkischen Viertel zu sehen. Dort kam es in der Nacht zuvor aus bislang unbekannten Gründen zu einer Schießerei.
Einschusslöcher sind in den Scheiben des «Tschetschenischen Kulturzentrums» am Eichhorster Weg im Märkischen Viertel zu sehen. Dort kam es in der Nacht zuvor aus bislang unbekannten Gründen zu einer Schießerei. FOTO: dpa / Paul Zinken
Berlin. Im Märkischen Viertel rückt in der Nacht das SEK an. Zuvor waren an einem Kulturzentrum Schüsse gefallen – mit gravierenden Folgen.

Im Märkischen Viertel sind zwei Männer durch Schüsse schwer verletzt worden. Zwei Tatverdächtige im Alter von 25 und 26 Jahren wurden nahe dem Tatort im Eichhorster Weg in der Nacht zu Freitag festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten rückten demnach mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Die Verdächtigen kamen im Laufe des Freitags allerdings wieder auf freien Fuß. Details zum Hintergrund der Tat wurden zunächst nicht bekannt. Eine Mordkommission ermittelt.

Am Tatort, dem Tschetschenischen Kulturzentrum, waren am Freitag mehrere Einschusslöcher an den Scheiben zu sehen. Laut Polizei riefen Zeugen am Donnerstag gegen 22.15 Uhr die Sicherheitskräfte, nachdem sie im Eichhorster Weg Schüsse gehört hatten. Die Beamten machten sich auf den Weg, auch das SEK war den Angaben eines Sprechers zufolge im Einsatz. Vor Ort hätten die Beamten die Einschusslöcher bemerkt. Kurze Zeit später habe ein Mann mit Schussverletzungen auf sich aufmerksam gemacht. Der 21-Jährige kam in ein Krankenhaus, nachdem er zusammengebrochen war.

Den Angaben zufolge hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits ein anderer, 31 Jahre alter Mann ebenfalls mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus begeben. In der Nähe des Tatorts nahm die Polizei schließlich die beiden Verdächtigen fest. Berichten aus der „B.Z.“ wonach sie sich hinter Autos auf einem Parkplatz versteckt hielten, bestätigte die Polizei nicht. Der Gesundheitszustand der Verletzten war am Freitagnachmittag stabil.

(dpa/uf)