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Rund 4000 Rote Sumpfkrebse in Berliner Seen gefangen

Ein roter amerikanischer Sumpfkrebs sitzt auf einem Tisch. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv
Ein roter amerikanischer Sumpfkrebs sitzt auf einem Tisch. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv FOTO: Daniel Bockwoldt
Berlin. Rund 4000 rote Sumpfkrebse sind in den vergangenen Monaten in Berliner Seen gefangen und anschließend getötet worden. Die Einsätze seien „seitens des Senats mit Reusen, Handkeschern und per Aufsammlung“ erfolgt, heißt es in einer Antwort des Senatsumweltverwaltung auf eine Anfrage der Linken. Zuständig war das Fischereiamt. Die Tiere lebten vor allem im Neuen See im Tiergarten und stammten von ausgesetzten Exemplaren ab. Sie wurden den Angaben zufolge entsprechend der Tierschutz-Schlachtverordnung getötet. dpa

Umweltschäden durch den eingewanderten Krebs, der offiziell Roter Amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) heißt, seien nicht bekannt geworden. „Der zu befürchtende Schaden liegt hauptsächlich in der Übertragung der Krebspest auf heimische Krebsarten.“ Eine „Mischprobe aus 120 Krebsen (gefrorenes Krebsfleisch)“ soll durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg auf Umweltkontamination untersucht werden. Ergebnisse gebe es im kommenden Jahr.

Der ursprünglich in Nordamerika heimische Sumpfkrebs steht auf einer Liste eingewanderter Arten der EU-Kommission, die potenziell - etwa für einheimische Arten und Ökosysteme - schädlich sind.