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Rund 340 000 Berliner leiden nachts unter Verkehrslärm

Eine Frau hält sich vor einem nahenden Lastwagen die Ohren zu. Foto: Axel Heimken/Archiv
Eine Frau hält sich vor einem nahenden Lastwagen die Ohren zu. Foto: Axel Heimken/Archiv FOTO: Axel Heimken
Berlin. Die Belastung durch Verkehrslärm bleibt in Berlin nach Angaben des Umweltsenats hoch. So zeigten die jüngsten Lärmkarten für 2017, dass rund 340 000 Berliner nachts von mittleren Lärmpegeln über 55 Dezibel durch den Auto- und Lastwagenverkehr geplagt werden. Rund 30 000 Anwohner leiden nachts auch unter Tramgeräuschen und dem Krach oberirdisch verlaufender U-Bahnlinien, teilte die Senatsumweltverwaltung am Mittwoch mit. dpa

Darüber hinaus weist das Eisenbahnbundesamt 36 000 Betroffene aus, die in der Nacht durch Züge einer Lärmbelastung von über 55 Dezibel ausgesetzt sind. 70 bis 80 Dezibel können nach Angaben von Hörgeräteakustikern dem Geräuschpegel eines Staubsaugers oder einer Waschmaschine im Schleudergang entsprechen.

In die aktuellen Lärmkarten wurden rund 1570 Kilometer des Berliner Hauptverkehrsstraßennetzes sowie 200 Kilometer Tramnetz und 27 Kilometer oberirdische U-Bahn-Strecken einbezogen. Eine direkter Vergleich mit Daten der Vorjahre sei allerdings nicht möglich, weil Datengrundlagen verändert wurden, teilte die Verwaltung weiter mit. In der Hauptstadt seien allerdings in den vergangenen Jahren unter anderem Straßensanierungen mit lärmschützenden Asphalt erfolgt und Schallschutzfenster eingebaut worden. Für die Fenster könnten auch 2018 wieder Fördermittel beantragt werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung des Krachs sollen im nächsten Jahr in einem Lärmaktionsplan erarbeitet werden.

Pressemitteilung