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| 17:12 Uhr

Freitag
RE2 muss wegen Bombenentschärfung in Berlin ausweichen

Das Foto zeigt den Berliner Hauptbahnhof und die Charite. Auf einem Baugrundstück an der Heidestraße wurde eine Weltkriegsbombe gefunden, die am kommenden Freitag entschärft werden soll.
Das Foto zeigt den Berliner Hauptbahnhof und die Charite. Auf einem Baugrundstück an der Heidestraße wurde eine Weltkriegsbombe gefunden, die am kommenden Freitag entschärft werden soll. FOTO: Kay Nietfeld / dpa
Berlin. Eine Bombenentschärfung wird am Freitag den Berliner Hauptbahnhof lahmlegen. Für den Zugverkehr wird das Auswirkungen haben. Auch der RE2 ist betroffen.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, fahren am Freitag ab 10 Uhr die Züge durch und halten nicht mehr am Hauptbahnhof. Ab 11.30 Uhr werde der Zugverkehr in und um den Hauptbahnhof vollständig eingestellt. Es werde Umleitungen und Unterbrechungen geben, sagte eine Sprecherin, der genaue Linienplan werde noch ausgearbeitet. Nach Angaben der Deutschen Bahn bewegen sich täglich 300 000 Reisende über den Hauptbahnhof.

Der RE2 wird ab 10 Uhr zunächst ohne Halt durch den Hauptbahnhof durchfahren. Ab etwa 11.15 Uhr werden die Züge nach Informationen der Odeg über Jungfernheide Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet. Die Halte am Ostbahnhof, am Alexanderplatz an Friedrichstraße und Zoo entfallen. Gegen 13.30 Uhr sollen die Züge wieder planmäßig fahren.

Der S-Bahnverkehr wird zwischen den Bahnhöfen Friedrichstraße und Tiergarten unterbrochen. Die Linien S3, S7 und S9 werden bis Friedrichstraße und ab Tiergarten bzw. ab Charlottenburg verkehren. Zwischen Friedrichstraße und Tiergarten werden – soweit es die Straßensperrungen zulassen – Busse eingesetzt.

Es ist ein Radius von 800 Metern, der etwa 10 000 Menschen betreffen könnte. Mit dieser Zahl kalkuliert die Berliner Polizei für die Entschärfung eines 500-Kilo-Blindgängers am Freitag, wie eine Sprecherin bestätigte. Ab 9 Uhr wird ein Sperrgebiet rund um die Heidestraße in Berlin-Mitte eingerichtet.

Im Sperrgebiet liegen auch der Bundesnachrichtendienst, das Bundeswirtschaftsministerium, Teile des Verkehrsministeriums sowie das Bundeswehrkrankenhaus. Nach Angaben einer Kliniksprecherin muss nur ein Teil des Gebäudes geräumt werden, die Patienten müssten das Krankenhaus nicht verlassen.

Auch die Charité muss teilweise evakuiert werden. Wie ein Sprecher mitteilte, ist der nordwestliche Teil des Campus Charité Mitte betroffen, nicht aber das Bettenhochhaus. Zudem müssten das Medizinhistorische Museum, Teile der Verwaltung, einige ambulante Bereiche und etwa 40 stationäre Betten geräumt werden.

(bob)