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Raubüberfall auf Pizzeria: Ein Angeklagter gesteht

Eine Justitia mit ist am Eingang zum Kriminalgericht Moabit zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Eine Justitia mit ist am Eingang zum Kriminalgericht Moabit zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv FOTO: Jens Kalaene
Berlin. Nach einem Überfall auf eine Pizzeria in Berlin-Kreuzberg vor sieben Monaten hat einer der drei Angeklagten vor dem Landgericht ein Geständnis abgelegt. Er habe den Raub ausgeführt und dabei eine Spielzeugwaffe verwendet, erklärte der 22-Jährige am Dienstag zu Prozessbeginn. Die beiden Mitangeklagten hätten nichts mit der Tat zu tun. Laut Anklage wurde der damals 43-jährige Geschäftsführer des Lokals geschlagen, bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. Mit 7700 Euro seien die Täter geflohen. dpa

Zwei der 22- bis 25-jährigen Angeklagten sollen im Mai 2017 maskiert und mit einer vermutlich unechten Pistole in das Büro der Pizzeria eingedrungen sein. Dort wollte der Geschäftsführer laut Ermittlungen gerade die Tageseinnahmen in den Tresor legen. Der 43-Jährige sei zu Boden geschlagen worden. Die beiden Eindringlinge hätten ihm eine Pistole an die Schläfe gehalten und Bargeld gefordert.

Der Anwalt des 22-Jährigen sagte, sein Mandant habe die Beute zum Erwerb von Drogen einsetzen wollen. Ein 25-jähriger Angeklagter erklärte, er sei an der Tat nicht beteiligt gewesen. Es liege eine Verwechslung vor. Ein 24-Jähriger, der als Bruder des 22-Jährigen einen Teil der Beute erhalten haben soll, will später aussagen.

Weil einer der Angeklagten wegen eines anderen Verdachts observiert wurde, seien die Männer kurz nach dem Überfall gefasst worden, hieß es am Rande des Prozesses. Die Verhandlung geht am 4. Januar weiter.