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Räuber gestellt und schwer verletzt: Angeklagter schweigt

Das Landgericht in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv
Das Landgericht in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archiv FOTO: Jens Kalaene
Berlin. Weil er einen Räuber nach einem Überfall auf einen Spätkauf in Berlin-Kreuzberg gestellt und beinahe umgebracht haben soll, muss sich ein 24-Jähriger ab heute vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll im Geschäft einer Freundin gewesen sein, als es im Dezember 2016 zu einem Überfall kam. Der 24-Jährige soll die Verfolgung der beiden Räuber aufgenommen, einen 18-Jährigen gestellt und durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt haben. Außerdem werden dem Angeklagten zwei Einbrüche zur Last gelegt. In einem Café soll der Mann im Juni 2017 Bargeld und Gegenstände im Wert von insgesamt rund 50 000 Euro erbeutet haben. dpa

Ein 24-Jähriger, der einen Räuber nach einem Überfall auf einen Spätkauf in Berlin-Kreuzberg gestellt und beinahe umgebracht haben soll, hat vor dem Landgericht geschwiegen. Der Angeklagte soll den Geschädigten lebensbedrohlich verletzt haben, als der 18-Jährige bereits am Boden lag. Der 24-Jährige habe mit einem Messer zugestochen und mehrmals auf den Kopf des gestellten Räubers getreten, heißt es in der am Freitag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Zudem werden dem Angeklagten zwei Einbrüche zur Last gelegt.

Das überfallene Geschäft wurde von einer Freundin des 24-Jährigen betrieben. Dieser war bei der Tat im Dezember 2016 im Laden. Er soll laut Anklage die Verfolgung aufgenommen und einen der beiden Täter gestellt, zu Boden gebracht und attackiert haben. Der damals 18-Jährige habe unter anderem eine lebensbedrohliche Kopfverletzung erlitten. „Er musste in ein künstliches Koma versetzt werden“, heißt es in der Anklage.

Die Staatsanwaltschaft geht außerdem davon aus, dass der 24-Jährige im Juni 2017 allein oder mit Komplizen in ein Café im Stadtteil Schöneberg eingebrochen sei. Es seien Bargeld und Gegenstände im Wert von insgesamt rund 50 000 Euro erbeutet worden. Zwei Tage später soll der Angeklagte mit Mittätern in die Räume einer Bank in Berlin-Charlottenburg eingedrungen sein. Sie hätten 2000 Euro gestohlen. Der Prozess wird am 28. März fortgesetzt.