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Prozess um Kindesmissbrauch beginnt mit Teilgeständnis

Berlin. Ein 60-Jähriger, der vor etwa zehn Jahren einen kleinen Jungen missbraucht haben soll, muss sich ab heute vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Verdächtige soll den Geschädigten zwischen August 2005 und August 2008 mindestens zwei Mal in der elterlichen Wohnung des Jungen vergewaltigt haben. Der Geschädigte sei neun bis zwölf Jahre alt gewesen. Dem 60-Jährigen wird zudem Kinderpornografie zur Last gelegt. Er soll 2013 von einem vierjährigen Mädchen aus seinem Bekanntenkreis sexuelle Aufnahmen gemacht haben. In der Wohnung des Verdächtigen in Berlin-Prenzlauer Berg seien weitere kinderpornografische Bilddateien entdeckt worden. dpa

Ein 60-jähriger Mann hat im Prozess um sexuelle Übergriffe auf zwei kleine Kinder ein Teilgeständnis abgelegt. Er habe von einem vier Jahre alten Mädchen kinderpornografische Bilder gemacht, erklärte der Angeklagte vor dem Berliner Landgericht. Den Vorwurf, er habe vor etwa zehn Jahren einen Jungen vergewaltigt, wies der vorbestrafte Mann zu Verhandlungsbeginn am Donnerstag zurück.

Dem 60-Jährigen wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie der Besitz von mehr als 300 kinderpornografischen Bilddateien zur Last gelegt. Zwischen August 2005 und August 2008 soll der Mann einen Jungen aus seinem Bekanntenkreis mindestens zweimal vergewaltigt haben. Zu den Taten sei es in der Wohnung der Eltern des Geschädigten gekommen. Im Juli 2013 soll der 60-Jährige in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg sexuelle Aufnahmen von der kleinen Tochter eines Bekannten gefertigt und das Kind dabei angefasst haben.

Der Angeklagte sagte, er sei stark betrunken gewesen, als er mit seinem Handy die Bilder machte. Die Eltern hätten das Mädchen nach einer gemeinsamen Zecherei bei ihm gelassen. Das Kind habe sich „freiwillig fotografieren lassen“. In einer „Sammelsucht“ habe er solche Aufnahmen von Kindern auch im Internet gesucht und dann auf seinem Computer gespeichert. „Ich wollte mir die Fotos von Zeit zu Zeit anschauen.“ Der Prozess wird am 30. November fortgesetzt.