| 11:02 Uhr

Prozess um Brandanschlag auf Flüchtlingsheim Kremmen

Im Landgericht müssen sich zwei Männer für einen Brandanschlag verantworten. Foto: B. Settnik/Archiv
Im Landgericht müssen sich zwei Männer für einen Brandanschlag verantworten. Foto: B. Settnik/Archiv FOTO: Bernd Settnik
Neuruppin. Fast ein Jahr nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Kremmen (Kreis Oberhavel) beginnt heute der Prozess gegen die Verdächtigen. Den 29 und 35 Jahre alten Beschuldigten aus dem Ort werden versuchter Mord, versuchte schwere Brandstiftung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Der 29-Jährige soll in der Nacht zum Ostersamstag 2017 zwei gemeinsam mit dem Mitangeklagten hergestellte Brandsätze auf das Gelände der Flüchtlingsunterkunft geworfen haben. dpa

Knapp ein Jahr nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Kremmen (Kreis Oberhavel) hat am Landgericht Neuruppin der Prozess gegen zwei Beschuldigte begonnen. Den 29 und 35 Jahre alten Männern aus Kremmen werden versuchter Mord, versuchte schwere Brandstiftung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Der 29-Jährige soll in der Nacht zum Ostersamstag im April 2017 zwei zusammen mit dem Mitangeklagten hergestellte Brandsätze auf das Gelände der Unterkunft geworfen haben. Der Wachschutz wurde durch einen lauten Knall aufmerksam und konnte die Flammen durch die Molotow-Cocktails auf dem Rasen und auf einem Gehweg schnell löschen.

In der Unterkunft lebten damals 70 Menschen. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand. Eine DNA-Spur führte die Polizei später auf die Spur der Verdächtigen.

Prozess