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Prozess gegen vorbestraften Sextäter: Übergriffe gestanden

Eine Statue der Justitia ist zu sehen.   Foto: Peter Steffen/Archiv
Eine Statue der Justitia ist zu sehen.   Foto: Peter Steffen/Archiv FOTO: Peter Steffen
Berlin. Ein vorbestrafter Sexualtäter hat in einem Prozess wegen Kindesmissbrauchs nach verbüßter Strafhaft gestanden. Als er mit dem damals acht Jahre alten Sohn einer Bekannten allein war, sei es zweimal zu Übergriffen gekommen, erklärte der 38-Jährige vor dem Berliner Landgericht. Die Mutter des Jungen, die er aus Jugendtagen kenne, habe nichts von seiner Vorstrafe gewusst. Der Staatsanwalt sagte zu Beginn der Verhandlung am Donnerstag, die Verhängung von Sicherungsverwahrung gegen den Angeklagten sei zu prüfen. dpa

Der frühere Kabelwerker stand unter Führungsaufsicht und durfte sich den ihm erteilten Weisungen zufolge Minderjährigen nicht nähern, als er laut Anklage den Kontakt zu der Mutter aufgenommen hatte. An fünf Tagen in der Zeit von Frühjahr 2015 bis Februar 2016 sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen. Der 38-Jährige muss sich zudem wegen Verstoßes gegen Weisungen der Führungsaufsicht in 15 Fällen verantworten.

Der Angeklagte aus dem Stadtteil Köpenick hatte bis Januar 2014 vier Jahre und drei Monate Gefängnis verbüßt. Bei seiner Entlassung kam er unter Führungsaufsicht. Anfangs habe er die Weisungen befolgt, so der Angeklagte. Über seine Verteidigerin erklärte der 38-Jährige weiter, er werde keine Straftaten mehr begehen. Der Prozess wird am 1. November fortgesetzt.