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Platzverweise für vier Rechtsextreme bei Cottbuser Karneval

Im Konfettiregen stehen Zuschauer beim Zug der fröhlichen Leute. Foto: Bernd Settnik/Archiv
Im Konfettiregen stehen Zuschauer beim Zug der fröhlichen Leute. Foto: Bernd Settnik/Archiv FOTO: Bernd Settnik
Cottbus. Der Karnevalsumzug in Cottbus hat gleich zum Start Tausende Besucher angezogen. Um 13.11 Uhr am Sonntag setzte sich wie geplant der Tross mit mehr als 3000 Aktiven der vielen Karnevalsgruppen aus der Region in der Innenstadt in Bewegung, wie der Karneval Verband Lausitz 1990 mitteilte. „Es stehen unwahrscheinlich viele Menschen hier“, sagte Vereinspräsident Matthias Schulze. Der „Zug der fröhlichen Leute“ in Cottbus gilt als größter Karnevalszug in Ostdeutschland. Zuletzt war die Stadt in den Schlagzeilen, weil es geballt gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen gegeben hatte. dpa

Während des Cottbuser Karnevalsumzugs hat es einen Zwischenfall mit vier Rechtsextremen gegeben. Die Polizei erteilte den Männern am Sonntag aus Gründen der Gefahrenabwehr Platzverweise, wie eine Sprecherin mitteilte. Die 19- bis 33-Jährigen mischten sich demnach in Zweiergruppen mit Esel- und Schafmasken unter die Besucher des Umzugs am Straßenrand und trugen Plakate mit sich. Der Inhalt habe die Grenze von politischer Satire überschritten. Die Plakate seien eingesammelt worden. Die Männer stammen den Angaben zufolge nicht aus Cottbus direkt, sondern aus der umliegenden Region. Die Polizei sprach von Rechtsextremisten.

In der Lausitzstadt hatte es in den vergangenen Wochen gehäuft Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen gegeben.