| 16:33 Uhr

Petkovic sucht den Füchse-Spielmacher

Velimir Petkovic. Foto: Axel Heimken/Archiv
Velimir Petkovic. Foto: Axel Heimken/Archiv FOTO: Axel Heimken
Berlin. Die Königsposition ist verwaist. Die Füchse Berlin suchen ihren Spielmacher, beim 34:25 zum Abschluss der Gruppenphase im EHF-Cup gegen den schwedischen Vertreter Lugi HF aus Lund durfte sich Rückraumspieler Fabian Wiese beweisen. Nach dem Weggang von Petar Nenadic im Januar nach Veszprem plagen den Tabellen-Dritten der Handball-Bundesliga Personalprobleme. Der quasi als Ersatz geholte Stipe Mandalinic zeigte, dass er kein Mann für den mittleren Rückraum ist und Paul Drux, der designierte Nachfolger, ist wieder verletzt. dpa

Die Königsposition ist verwaist. Die Füchse Berlin suchen ihren Spielmacher, beim 34:25 zum Abschluss der Gruppenphase im EHF-Cup gegen den schwedischen Vertreter Lugi HF aus Lund durfte sich Rückraumspieler Fabian Wiede beweisen. Nach dem Weggang von Petar Nenadic im Januar nach Veszprem plagen den Tabellen-Dritten der Handball-Bundesliga Personalprobleme. Der quasi als Ersatz geholte Stipe Mandalinic zeigte, dass er kein Mann für den mittleren Rückraum ist und Paul Drux, der designierte Nachfolger, ist wieder verletzt.

Bis zum erneuten Ausfall des Nationalspielers mit einem Bänderriss hatte Trainer Velimir Petkovic schon Drago Vukovic, eigentlich ein reiner Abwehrspieler, und Rechtsaußen Mattias Zachrisson als Strippenzieher eingesetzt. Gegen das Mittelfeld und die Abstiegs-Kandidaten der Liga reicht das, international oder gegen deutsche Spitzenteams haben ungeübte Kräfte kaum eine Chance.

Nun zeigte Wiede, dass er durchaus eine Alternative für längere Zeit sein kann. „Ich spiele seit der Jugend halbrechts, fühle mich da am sichersten. Aber die Situation lässt nichts anderes zu“, sagte der 24-Jährige. „Das Spiel zu führen, die Angriffe zu leiten, die anderen Jungs in Position zu bringen, das klappt sehr gut. Wir hatten genug Zeit, uns einzuspielen im Training und wir wissen, welche Bewegungen wir machen müssen, um die Aktionen erfolgreich abzuschließen.“

Petkovic hat nun zwei Wochen Zeit, das Team ohne Drux und den ebenfalls verletzten Marko Kopljar für die nächsten Aufgaben fit zu machen. Zudem wird Steffen Fäth vorerst mit Schmerzen nach einem Schlag auf die Schulter fehlen. Eine weitere Untersuchung am Dienstag soll das Ausmaß der Verletzung, die zunächst als nicht ernsthaft eingeschätzt wird, zeigen.

Am Dienstag wird das Viertelfinale im EHF-Cup ausgelost. RK Nexe (Kroatien) oder Chambery Savoie HB (Frankreich) kommen als Gegner für den Gruppensieger infrage. „Jetzt müssen wir in zwei Spielen erfolgreich sein, und das mit dem engen Kader“, sagte Petkovic. „Die Nationalspieler fehlen in der Vorbereitung, aber ich bin überzeugt, dass wir es ins Final Four schaffen, egal, gegen wen.“

Spielplan Füchse Berlin

Kader Füchse Berlin

Füchse-Mitteilung