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Ostdeutsche Bauern skeptisch bei neuem EU-Agrargesetz

Ein Landwirt pflügt ein Feld. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Ein Landwirt pflügt ein Feld. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Potsdam. Für ostdeutsche Landwirte könnte das neue EU-Agrargesetz dramatische Folgen haben. „Es besteht die Gefahr, dass die gemeinsame europäische Agrarpolitik nicht mehr an erster Stelle steht und die Länder nationale Alleingänge machen“, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, der Deutschen Presse-Agentur. Betriebe in den neuen Ländern hätten bislang aufgrund ihrer Größe Wettbewerbsvorteile. Mit dem kommenden Gesetz wären diese ostdeutschen Strukturen in Gefahr. Länder mit Betrieben mit eher kleineren Flächen dürften dann mehr Geld für sich einfordern. Sollten dann noch Obergrenzen bei der Förderung eingezogen werden, wären ehemalige DDR-Landwirte extrem betroffen. Im kommenden Sommer soll ein Gesetzesvorschlag vorliegen, der die EU-Agrarförderung reformieren will. dpa