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Ohne Ausweis: Berlins Prostituierte in Bürokratiefalle

Eine rot leuchtende Lichterkette in Herzform am Fenster eines Bordells. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Eine rot leuchtende Lichterkette in Herzform am Fenster eines Bordells. Foto: Patrick Seeger/Archiv FOTO: Patrick Seeger
Berlin. Ab 1. Januar haben Berlins Prostituierte ein Problem: Ein halbes Jahr nach dem Start des Prostituiertenschutzgesetzes sollen sie einen Ausweis bei sich tragen, als Nachweis für die korrekte Anmeldung ihres Gewerbes und eine gesundheitliche Beratung. Ohne diesen Ausweis können sie nicht in einem Bordell arbeiten. Das Problem liegt darin, dass Berlins Behörden den Ausweis nicht ausstellen können. Denn die zentrale Stelle dafür gibt es noch nicht - weder Räume noch Personal. So bleibt es bei einer Übergangslösung. Wenn Prostituierte bis Jahresende versucht haben, sich bei einem Bezirksamt anzumelden, werde diese Bescheinigung als Nachweis akzeptiert, sagt Christoph Lang, Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung. Prostituierte seien trotzdem verunsichert, berichtet Simone Wiegratz, Geschäftsführerin der Beratungsstelle Hydra. dpa