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Öffentlicher Dienst: Gewerkschaft kündigt Warnstreiks an

Straßenbahnen stehen mit verdi Fahnen dekoriert auf den Gleisen. Foto: Oliver Berg/Archiv
Straßenbahnen stehen mit verdi Fahnen dekoriert auf den Gleisen. Foto: Oliver Berg/Archiv FOTO: Oliver Berg
Berlin. Bei der Müllabfuhr und den Wasserbetrieben in Berlin gibt es heute einen ganztägigen Warnstreik. Die Berliner Stadtreinigung kündigte an, dass Hausmüll- und Bioabfalltonnen nicht geleert werden, teilweise auch Wertstofftonnen. Sperrmüll bleibt stehen, die Recyclinghöfe bleiben geschlossen. Straßen werden nicht gekehrt, Papierkörbe nicht geleert. dpa

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Ton verschärfen. Man werde am Sonntag bekanntgeben, „wo es in der nächsten Woche Aktionen gibt“, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann am Freitag im Inforadio des rbb. Schwerpunkt werde dann Brandenburg sein, aber „auch in Berlin wird es Aktionen geben“.

Am Freitag waren in der Hauptstadt die Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Der Aufruf galt auch für Samstag, wie ein Verdi-Sprecher sagte. An beiden Tagen sollten sich rund 5500 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligen.

Berliner mussten mit erheblichen Einschränkungen rechnen: Mülltonnen und öffentliche Papierkörbe sollten nicht geleert werden und die 15 Berliner Recyclinghöfe geschlossen bleiben. Bei den Wasserbetrieben war die Servicehotline vom Warnstreik betroffen. Zu einer Kundgebung am Freitagvormittag am Molkenmarkt in Berlin-Mitte kamen laut Gewerkschaft rund 1000 Mitarbeiter.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft mehr Geld für die Beschäftigten erkämpfen. In der laufenden Tarifrunde des Bundes und der Kommunen verlangt Verdi für die 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich.