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NSU-Untersuchungsausschuss prüft Anwerbung von V-Mann

Der V-Mann „Piatto“ (l). Foto: Marc Müller/Archiv
Der V-Mann „Piatto“ (l). Foto: Marc Müller/Archiv FOTO: Marc Müller
Potsdam. Der NSU-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags will sich heute mit der Anwerbung von V-Leuten durch den Verfassungsschutz in den 1990er Jahren beschäftigen. Dabei geht es insbesondere um den V-Mann „Piatto“, der der Behörde frühzeitig Hinweise auf das rechtsextreme NSU-Trio gegeben hatte. Dazu wird eine Oberstaatsanwältin als Zeugin gehört, die 1995 gegen den späteren V-Mann einen Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung geführt hatte. dpa

Der Mann wurde dann wegen versuchten Mordes an einem Nigerianer zu acht Jahren Haft verurteilt und noch in der Untersuchungshaft als V-Mann „Piatto“ angeworben. Seine Hinweise auf das NSU-Trio sollen vom Brandenburger Verfassungsschutz nicht ausreichend an die Behörden anderer Bundesländer weitergegeben worden sein.

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