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NOFV: Strafverfahrensantrag gegen Regionalligist Babelsberg

Potsdam. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat einen Antrag beim Sportgericht auf ein Verfahren gegen den Regionalligisten Babelsberg 03 gestellt. Das teilte der betroffene Brandenburger Verein mit. Der NOFV bestätigte das am Mittwoch. dpa

Streitpunkt ist ein verhängtes Strafgeld in Höhe von 7000 Euro, die der Viertligist nicht zahlen will und damit eine Spielsperre riskiert. Das Abbrennen von Pyrotechnik und „Nazischweine“-Rufe der Babelsberger Fans beim Spiel gegen Energie Cottbus im April vorigen Jahres sind Gegenstand der Auseinandersetzung.

Der Antrag des NOFV-Präsidiums an das Verbandsgericht, „die Mannschaft des SV Babelsberg 03 in der Regionalliga Nordost bis zur Erfüllung der Zahlungspflichten vom Meisterschaftsspielbetrieb zu sperren“, habe den Verein am Dienstag erreicht, teilte der Verein mit. „Zudem wird uns durch NOFV-Gerichtspräsident Jürgen Lischewski mitgeteilt, dass er uns bis zum 14. Februar Gelegenheit zu Stellungnahme gibt“, hieß es in einer Pressemitteilung der Babelsberger weiter.

Der Regionalligist akzeptiert das Urteil wegen des Abrennens von Pyrotechnik. Er wendet sich aber dagegen, dass es in der Urteilsbegründung des NOFV eine Gleichsetzung zwischen den Naziparolen der Cottbuser Fans und der Abwehr darauf durch die eigenen Anhänger („Nazischweine raus“) gegeben hätte.

Am Vortag hatte Babelsberg seine Fans um Spenden gebeten, um die zu erwartenden Gerichts- und Anwalts-Kosten zu mildern. Am Donnerstag wollen sich Verbandsvertreter in Rangsdorf äußern.

Urteil des NOFV gegen Cottbus im November 2017

NOFV-Pressemitteilung zur Strafe gegen Babelsberg

NOFV-Urteil gegen Babelsberg am 1. Februar 2018

1. NOFV-Urteil im Juni 2017

Solidaritäts-Aufruf Babelsberg

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