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NOFV-Entscheidung zum weiteren Vorgehen gegen Babelsberg

Ein Cottbuser Fan wird von Ordner eingefangen. Foto: Jan Kuppert
Ein Cottbuser Fan wird von Ordner eingefangen. Foto: Jan Kuppert FOTO: Jan Kuppert
Potsdam. Nach „ausgiebiger Prüfung“ will der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) bis spätestens Dienstag darüber entscheiden, ob beim Verbandsgericht ein Antrag auf ein Verfahren gegen den Regionalligisten Babelsberg 03 gestellt wird. „Wir sind gut beraten, dazu vorbereitende Maßnahmen zu treffen“, sagte Verbands-Geschäftsführer Holger Fuchs am Montag. Er wies darauf hin, dass Babelsberg bisher auf zwei Mahnungen zur Zahlung einer verhängten Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro nicht reagiert habe. Der Regionaligist hatte am Sonntag noch einmal bekräftigt, nicht zu zahlen. dpa

Erst an diesem Donnerstag will der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) seine Entscheidung bekanntgeben, ob beim Verbandsgericht ein Antrag auf ein Verfahren gegen den Regionalligisten Babelsberg 03 gestellt wird. „Bis dahin gibt es keine Verlautbarungen“, sagte Verbands-Geschäftsführer Holger Fuchs am Dienstag. Zuvor hatte der Verein aus Brandenburg ein weiteres Mal ausführlich seine Sicht der Dinge dargelegt.

Babelsberg akzeptiert das Urteil wegen des Abrennens von Pyrotechnik, akzeptiert aber nicht eine in der Urteilsbegründung damit in Zusammenhang gebrachte Ahndung der eigenen Fans gegen Nazisprüche der Anhänger aus Cottbus.

Am Montag hatte Fuchs erklärt, bei einer Verurteilung in einem Verfahren könnte eine Spielsperre drohen „wenn der Verein den Verpflichtungen laut Paragraf 28 nicht nachkommt“. Für diesen Fall hatte der Viertligist den Gang vor ein ordentliches Gericht angekündigt. Babelsberg wurde zur Zahlung von 7000 Euro verurteilt.

Der Viertligist aus Brandenburg war wegen des Abbrennens von Pyrotechnik im Spiel gegen Energie Cottbus im April 2017 verurteilt worden. Der Verein beklagt, dass in der Urteilsbegründung auch aufgeführt wurde, dass ein Babelsberger Fan „Nazischweine raus“ in Erwiderung von Attacken Cottbuser Anhänger, gerufen habe.

Cottbus hatte wegen unsportlichen Verhaltens in mehreren Fällen 6000 Euro zahlen müssen. Ein zweites Urteil wegen „rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen“ mit einer Strafzahlung von 5000 Euro wurde nach Energie-Berufung aufgehoben.

Urteil des NOFV gegen Cottbus im November 2017

NOFV-Pressemitteilung zur Strafe gegen Babelsberg

MAZ-Artikel

NOFV-Urteil gegen Babelsberg am 1. Februar 2018

1. NOFV-Urteil im Juni 2017