| 12:23 Uhr

Noch keine „Stolpersteine“ bei Suche mit Tauchern gefunden

Stolpersteine erinnern an Opfer des NS-Regimes. Foto: Arne Dedert/Archiv
Stolpersteine erinnern an Opfer des NS-Regimes. Foto: Arne Dedert/Archiv FOTO: Arne Dedert
Berlin. Nach dem Diebstahl von zahlreichen „Stolpersteinen“ in Berlin-Neukölln sucht die Polizei nun mit Tauchern nach den kleinen Mahnmalen. Die Aktion im Fennpfuhl in Britz sollte am Mittwochvormittag starten, wie ein Polizeisprecher sagte. dpa

Nach dem Diebstahl von zahlreichen „Stolpersteinen“ in Berlin-Neukölln hat die Polizei nun mit Tauchern nach den kleinen Mahnmalen gesucht. Die Aktion im Fennpfuhl in Britz startete am Mittwochvormittag, bis zum Mittag wurde noch nichts entdeckt, wie eine Polizeisprecherin sagte. „Bisher wurden zwar Steine und Geäst gefunden, aber leider nicht die „Stolpersteine““, fügte sie hinzu.

Mehrere Taucher waren an mehreren Stellen im Einsatz. Am Mittag war noch ein Taucher im Wasser. Wie lange die Aktion dauern sollte, war zunächst offen. Die Taucher hätten fast gar keine Sicht, sie müssten den Grund mehr oder minder mit den Händen abtasten, so die Polizeisprecherin.

Konkrete Hinweise hatte es nicht gegeben. Der Diebstahl sei in unmittelbarer Umgebung erfolgt, begründete die Polizei die Suche. „Wir wollen nichts unversucht lassen“, hieß es.

In Berlin-Neukölln waren im November 16 „Stolpersteine“ an 13 Tatorten aus dem Boden gerissen worden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Sieben Steine verschwanden allein in der Britzer Hufeisen-Siedlung. Der Initiator der „Stolpersteine“, Gunter Demnig, hatte berichtet, von den weltweit rund 63 000 Steinen seien rund 600 gestohlen worden.

Die kleinen glänzenden Metallsteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, meist an in Konzentrationslager deportierte und ermordete Juden. Sie sind an vielen Orten in den Bürgersteigbelag eingesetzt, direkt vor Häusern, in denen die Menschen gewohnt haben.