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Niki soll an British-Airways-Mutter IAG verkauft werden

Ein Flugzeug der insolventen Fluglinie Niki. Foto: Georg Hochmuth/APA
Ein Flugzeug der insolventen Fluglinie Niki. Foto: Georg Hochmuth/APA FOTO: Georg Hochmuth
Berlin. Für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki ist die angepeilte Entscheidung bis Jahresende aus Sicht des Insolvenzverwalters weiter realistisch. Er sei zuversichtlich, in den nächsten Tagen eine Investorenlösung zu erreichen, teilte Lucas Flöther am Mittwoch in Berlin mit. Dabei müsse erreicht werden, dass der Käufer von Januar an die laufenden Kosten der österreichischen Airline deckt. dpa

Der Verkauf der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki geht auf die Zielgerade. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll die österreichische Fluglinie an die IAG-Holding gehen, zu der unter anderem die British Airways und die Iberia gehören.

Der vorläufige Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther teilte mit, es werde exklusiv mit einem Bieter weiterverhandelt. Das habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag entschieden. Einen Namen nannte Flöther unter Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit jedoch nicht. In den nächsten Tagen solle der endgültige Kaufvertrag stehen.

Niki hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Zuvor war die geplante Übernahme durch den deutschen Branchenprimus Lufthansa abgeblasen worden. Die EU-Wettbewerbshüter befürchteten Monopolstrecken.

Ende vergangener Woche hatten sechs Interessenten Angebote für Niki abgegeben. Mit vier Bietern wurde in den vergangenen Tagen verhandelt. Zu ihnen sollen neben IAG auch der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und die Tuifly gehören. Niki-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda hatte von sich aus erklärt, verbindlich um die Fluglinie mit den rund 1000 Beschäftigten mitzubieten. Am Donnerstag teilte er mit, dass er aus dem Rennen sei.