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Neue Bedienstete für Berliner Gefängnisse

Justizsenator Dirk Behrendt. Foto: Maurizio Gambarini
Justizsenator Dirk Behrendt. Foto: Maurizio Gambarini FOTO: Maurizio Gambarini
Berlin. Kleiner Lichtblick für Bedienstete in Berliner Gefängnisse: Sie bekommen jetzt 16 neue Kollegen. Die künftigen Beamten erhielten am Mittwoch nach zweijähriger Ausbildung ihre Zeugnisse, wie Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) mitteilte. Sie werden ab Donnerstag in den Haftanstalten Plötzensee und Moabit sowie in der Jugendstrafanstalt eingesetzt. dpa

Die Verstärkung wird dringend gebraucht: Derzeit sind laut Behrendt 200 Stellen im Justizvollzug der Hauptstadt nicht besetzt. „Diese Lücke werden wir bis 2019 schließen.“ Jetzt würden in 13 Lehrgängen fast 280 Menschen ausgebildet - „so viele wie seit Jahrzehnten nicht“. Nach dem Zeugnis wird den Azubis eine Urkunde überreicht, mit der sie zu Beamten auf Probe ernannt werden. Ihre Berufsbezeichnung lautet dann: Justizvollzugsobersekretär/in.

Die Justiz habe in der Vergangenheit darunter gelitten, dass nicht ausgebildet worden sei, hatte der Grünen-Politiker in einem dpa-Gespräch Anfang Januar gesagt. „Der Tiefstand beim Personal ist erreicht, jetzt geht es aufwärts.“

Behrendt war durch die Flucht von neun Gefangenen aus der Anstalt Plötzensee nach Weihnachten in Bedrängnis geraten. Vier Strafgefangene hatten sich aus einem Nebenraum der Kfz-Werkstatt den Weg in die Freiheit gebahnt. An dem Tag hatten drei Bedienstete die Aufsicht, es waren weniger als sonst. Das Ausbrecher-Quartett ist zurück im Gefängnis, von den fünf aus dem offenen Vollzug Entwichenen fehlt noch einer.