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Nachlass von Walter Ulbricht für 35 000 Euro versteigert

Beitragsmarken der KPD gehören zum Nachlass von Walter Ulrbicht. Foto: Christian Charisius/Archiv
Beitragsmarken der KPD gehören zum Nachlass von Walter Ulrbicht. Foto: Christian Charisius/Archiv FOTO: Christian Charisius
Hamburg. Für rund 35 000 Euro sind am Samstag in Hamburg Teile des Nachlasses des früheren DDR-Funktionärs Walter Ulbricht versteigert worden. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Auktionator Carsten Zeige. Als Startpreis war für die zehn Gegenstände war eine Summe von 10 000 Euro aufgerufen worden. Darunter befanden sich unter anderem die Parteiausweise Ulbrichts und seiner Frau Charlotte („Lotte“). dpa

Ein Paket mit sechs Ausweisen, darunter einem Personalausweis Ulbrichts mit Foto, Fingerabdruck und Originalunterschrift erreichte mit 7400 Euro den höchsten Versteigerungswert. Der Startpreis für das Paket lag bei 1000 Euro. Eine Sammlung „geheimer und seltener Dokumente“, darunter Briefe und die Heiratsurkunde des Paares, wechselte für 4000 Euro den Besitzer.

Walter Ulbricht (1893-1973) gilt als einer der wichtigsten DDR-Funktionäre. 1945 kehrte er aus dem russischen Exil ins sowjetisch besetzte Berlin zurück, wo er sich dem Aufbau der sozialistischen DDR widmete, die er von Beginn an bis 1971 regierte. Unter ihm ließ die SED-Führung am 13. August 1961 die Berliner Mauer errichten.

Auktionskatalog mit dem Nachlass von Walter Ulbricht