| 13:50 Uhr

Nach Goldmünzen-Diebstahl: noch zwei Verdächtige in U-Haft

Die Goldmünze „Big Maple Leaf“ wurde im April diesen Jahres gestohlen. Foto: Marcel Mettelsiefen/Archiv
Die Goldmünze „Big Maple Leaf“ wurde im April diesen Jahres gestohlen. Foto: Marcel Mettelsiefen/Archiv FOTO: Marcel Mettelsiefen
Berlin. Rund ein halbes Jahr nach dem spektakulären Diebstahl einer riesigen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum sind von ursprünglich vier Verdächtigen noch zwei in Untersuchungshaft. Erneut sei jetzt einer der Männer gegen Auflagen von der Haft verschont worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Bereits Anfang August war der Haftbefehl gegen einen 19-Jährigen außer Vollzug gesetzt worden, weil gegen ihn kein dringender Tatverdacht mehr bestand. Über den zweiten Fall hatte die „Berliner Zeitung“ (Freitag) berichtet. dpa

Nach intensiven Ermittlungen gegen einen arabischstämmigen Clan waren im Juni Haftbefehle gegen vier Männer zwischen 18 und 20 Jahren erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe bei dem Diebstahl von einer organisierten Bandenstruktur aus.

Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden. Die kanadische Goldmünze „Big Maple Leaf“ mit dem Bild von Königin Elizabeth II. war die Leihgabe eines Privatmanns.

Das Amtsgericht Tiergarten sah schon bei der Freilassung des 19-Jährigen kein bandenmäßiges Vorgehen mehr. Den Verdächtigen wird jetzt noch gemeinschaftlicher Diebstahl vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft an.

Ermittler gehen nicht mehr davon aus, die Münze noch zu finden. Vermutet wird, dass die millionenschwere Beute zerlegt wurde. Laut Staatsanwaltschaft wurde Goldstaub sichergestellt.