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| 16:07 Uhr

Mutter getötet: Richter schicken Sohn in Psychiatrie

Blick in einen Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Blick in einen Verhandlungssaal im Landgericht von Cottbus. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Cottbus. Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Guben (Spree-Neiße) muss ihr Sohn in ein psychiatrisches Krankenhaus. Das Landgericht Cottbus ordnete die Unterbringung des 42-Jährigen am Donnerstag an, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Richter gehen demnach davon aus, dass der Beschuldigte seine Mutter tötete - jedoch halten sie ihn wegen einer paranoiden Schizophrenie für schuldunfähig. Der Mann werde im Maßregelvollzug untergebracht, solange er für die Allgemeinheit gefährlich sei, hieß es. dpa

Die Staatsanwaltschaft hatte das Sicherungsverfahren bei Gericht beantragt, weil sie davon ausging, dass der Deutsche im Zustand der Schuldunfähigkeit seine Mutter im Sommer 2017 tötete. Einsatzkräfte hatten die Leiche der Frau in ihrer Wohnung in Guben gefunden. Ihr Sohn hatte sich nach damaligen Angaben der Ermittler auch dort aufgehalten. Die Frau sei durch Schnitte in den Hals gestorben.

Das Gericht folgte mit der Entscheidung in dem Sicherungsverfahren den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Beide hatten laut Gericht auf die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus plädiert.