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| 14:45 Uhr

Mutter erstochen: Prozess gegen Sohn ohne Öffentlichkeit

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv FOTO: David-Wolfgang Ebener
Berlin. Hinter verschlossenen Türen hat am Dienstag der Prozess gegen einen Sohn begonnen, der seine 73 Jahre alte Mutter in der gemeinsamen Wohnung in Berlin-Frohnau erstochen haben soll. Der 43-Jährige muss sich vor dem Landgericht wegen Totschlags verantworten. Er soll die Seniorin im November 2017 mit einem Messer attackiert und durch mehr als zehn Stiche umgebracht haben. Der Sohn gilt als psychisch krank. Das Landgericht schloss noch vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit aus. Die Richter folgten damit einem Antrag des Verteidigers. dpa

Der Beschuldigte hatte nach den Ermittlungen kurz nach der Tat selbst die Polizei alarmiert. Der Sohn soll wegen einer psychischen Erkrankung bei der Begehung der Tat nicht schuldfähig gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft strebt seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Bis zur Verkündung eines Urteils werde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, ordnete das Landgericht an. Bislang sind vier weitere Verhandlungstage bis zum 22. Juni geplant.