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Mutmaßliche Islamisten wieder frei: Keine Haftbefehle

Zwei Polizisten stehen an der Halbmarathonstrecke in Berlin vor dem Dom. Foto: Christophe Gateau
Zwei Polizisten stehen an der Halbmarathonstrecke in Berlin vor dem Dom. Foto: Christophe Gateau FOTO: Christophe Gateau
Berlin. Die Berliner Polizei hat nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ am Sonntag einen Anschlag während des Halbmarathons in der Hauptstadt verhindert. Spezialkräfte hätten vier Männer festgenommen, darunter einen Hauptverdächtigen. Er soll dem Blatt zufolge geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten. Nach dem Bericht gehört der Verdächtige zum privaten Umfeld des Terroristen Anis Amri, der den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt Ende 2016 verübt hatte. dpa

Sechs mutmaßliche Islamisten, die parallel zum Berliner Halbmarathon festgenommen worden waren, sind wieder frei. Die Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren wurden am Montag aus dem Polizeigewahrsam entlassen, gegen sie ergingen keine Haftbefehle, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, mitteilte. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht. Zwei Männer werden den Angaben zufolge dem islamistischen Umfeld des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri zugerechnet.

Nach Angaben von Ermittlern gab es zunächst den Anfangsverdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ein konkreter Terroranschlag auf den Halbmarathon war den Erkenntnissen zufolge aber nicht geplant. Die Männer seien durch verdächtige Verhaltensweisen im Vorfeld aufgefallen, so der Sprecher. Das sportliche Großereignis mit Zehntausenden Läufern und Zuschauern war laut Ermittlern nicht gefährdet.

Die Verdächtigen waren am Sonntag festgenommen worden. Bei Durchsuchungen mehrerer Wohnungen wurde nichts Verdächtiges gefunden, weder Waffen noch Sprengstoff.