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Mutmaßliche Erpresserin nicht zum Prozess erschienen

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv FOTO: Arne Dedert
Berlin. Der Prozess gegen eine mutmaßliche Erpresserin, die von Mitgliedern des Verwaltungsrates des RBB rund acht Millionen US-Dollar gefordert haben soll, ist auch im zweiten Anlauf gescheitert. Die 54-Jährige war am Dienstag nicht zur Verhandlung erschienen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten erließ auf Antrag des Staatsanwalts Haftbefehl. Die Angeklagte fehlte den Angaben zufolge wie bereits beim ersten Termin im Juli 2017 ohne Entschuldigung. dpa

Der Frau aus Berlin-Steglitz wird versuchte Erpressung zur Last gelegt. Hintergrund soll eine Auseinandersetzung um nicht gezahlte Rundfunkgebühren von rund 500 Euro sein. Im Oktober 2016 habe die Verdächtige in einem Schreiben an den Rundfunk Berlin-Brandenburg eine Millionenforderung gestellt. Sie habe gedroht, bei Nichtzahlung die Forderung als Pfandrecht in ein weltweites Schuldnerverzeichnis einzutragen, hieß es am Rande des gescheiterten Prozesses. Zwei Männer seien in dem Schreiben namentlich genannt worden. Ein neuer Gerichtstermin steht noch nicht fest.