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| 14:22 Uhr

Mutige Hertha will Dortmunder Überflieger knacken

Borussia Dortmund muss sich nach der Gala-Vorstellung gegen Atlético Madrid auf eine aufmüpfige Hertha einstellen. Foto: Swen Pförtner/Archiv
Borussia Dortmund muss sich nach der Gala-Vorstellung gegen Atlético Madrid auf eine aufmüpfige Hertha einstellen. Foto: Swen Pförtner/Archiv FOTO: Swen Pförtner
<strong>Berlin. Die Gala-Vorstellung von Borussia Dortmund gegen Atlético Madrid hat auch Chefs und Spieler des nächsten Gegners beeindruckt - dennoch zeigt sich Hertha aufmüpfig. „Dortmund ist in einer herausragenden Verfassung, hat Selbstvertrauen ohne Ende. Von Jens Mende, dpa

Sie schießen im Moment im Schnitt vier Tore pro Spiel. Da ist es irgendwie an der Zeit, mal einen Punkt zu setzen“, sagte Manager Michael Preetz am Donnerstag: „Das werden wir versuchen, das ist keine Frage. Wir haben allen Grund, selbstbewusst nach Dortmund zu reisen.“ Ein Hertha-Sieg beim BVB liegt allerdings fünf Jahre zurück.

Trainer PalDardai wollte sich zunächst gar nicht zum jüngsten Champions-League-Auftritt und dem 4:0 über Atlético äußern. „Ich war im Kino mit meiner Frau“, berichtete der Ungar erst einmal ohne Gefühlsregungen. Als er gefragt wurde, welchen Film er denn gesehen habe, antwortete Dardai mit einem Lachen: „Wie kann man Dortmund schlagen?“ Es sei ein schönes Spiel für Dortmund gewesen, berichtete der Berliner Chefcoach dann doch noch von seinem TV-Konsum: „Schön, so etwas zu sehen. Aber am Wochenende ist es ein anderes Spiel.“

Der mutige Berliner Fußball-Bundesligist möchte in dieser Saison der erste Gegner sein, der den BVB bezwingt. Seit nun schon zwölf Pflichtspielen ist der neue Borussen-Trainer Lucien Favre mit seinem Team ungeschlagen. Mut machen dem Tabellen-Sechsten Hertha BSC vor allem die jüngsten Erfolge gegen den FC Bayern (2:0) und Borussia Mönchengladbach (4:2). „Wir haben gegen große Mannschaft in dieser Saison schon herausragende Leistungen gebracht. Und ich kann versprechen, das werden wir am Samstag auch versuchen“, sagte Preetz.

Im Dezember 2013 gewannen die Berliner beim BVB mit 2:1. Danach hieß es aus Hertha-Sicht 0:2, 1:3, 1:1 und 0:2. Allerdings erinnerte Manager Preetz: „Wir haben in den letzten Spielen dort immer auch unsere Gelegenheiten gehabt.“ Auch Dardai glaubt an eine Chance beim formstarken Tabellenführer. „Wir haben in Dortmund immer gut ausgesehen. Und das wird auch diesmal so sein.“

In BVB-Coach Favre trifft Hertha auf einen alten Bekannten: Der Schweizer hat Hertha von 2007 bis 2009 trainiert. „Es ist ein anderer Lucien Favre als damals. Damals war die Bundesliga neu für ihn, das war ein Anfang. Er hat sich sehr entwickelt“, sagte Dardai, der als Profi noch zwei Jahre unter Favre Stammspieler war.

„Er ist ein Trainer mit außergewöhnlichen Qualitäten. Das wissen wir auch noch aus unserer Zeit“, bemerkte Preetz. „So wie es ausschaut, ist er auch der richtige Trainer in diesem Moment für Dortmund. Er hat es schnell geschafft, die Spieler hinter seiner Spielidee zu versammeln und sehr erfolgreichen und attraktiven Fußball zu spielen.“

Bei Hertha lösen sich vor der Partie in Dortmund einige Personalprobleme auf. Die Innenverteidiger Niklas Stark und Karim Rekik sind nach Zwangspausen wegen gesundheitlicher Probleme im Training zurück. Ob sie schon wieder zur Startelf-Variante werden, wollte der Trainer noch nicht sagen. „Einige haben nur zwei, dreimal mittrainiert. Das ist eine schwere Entscheidung“, sagte Dardai. „Wir hatten im Training 24 Spieler plus Torhüter auf dem Platz. Außer Jordan Torunarigha sind alle Abwehrspieler fit.“ Eine Entscheidung gibt es erst nach dem Abschlusstraining am Freitag.

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