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Möglicher Bombenfund: Metallkörper wird ausgegraben

Eine Polizeiabsperrung ist zu sehen. Foto: Patrick Seeger/Archiv
Eine Polizeiabsperrung ist zu sehen. Foto: Patrick Seeger/Archiv FOTO: Patrick Seeger
Oranienburg. In Oranienburg (Oberhavel) wird ein metallischer Gegenstand ausgegraben, der bei der systematischen Suche nach Kampfmitteln in vier Metern Tiefe entdeckt wurde. Dafür müssten unter einem Radweg in der Innenstadt Wasserleitungen umgelegt und das Grundwasser abgesenkt werden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Erst dann könne man das Fundstück ausgraben und feststellen, ob es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. dpa

Die Arbeiten sollen am kommenden Montag beginnen und erst zwei Wochen später fertig sein. Falls es sich um einen Blindgänger mit Zünder handelt, müssten am 19. Dezember 200 Anwohner in einem Radius von 100 Metern sofort ihre Wohnungen verlassen. Zudem müssten ein Einkaufszentrum und 50 Gewerbebetriebe geräumt werden. Am 20. Dezember könnte die Bombe entschärft werden. Dann wären rund 12 000 Anwohner von einem Sperrkreis betroffen.

In Oranienburg nördlich von Berlin wurden seit 1990 bereits mehr als 200 Fliegerbomben entschärft. Zu DDR-Zeiten war bereits dieselbe Menge unschädlich gemacht worden. Die Stadt gilt deutschlandweit als einer der am stärksten mit Weltkriegsmunition belasteten Orte Deutschlands. Bei Luftangriffen in den letzten Kriegstagen wurden rund 3500 Tonnen Sprengkörper über Oranienburg abgeworfen. Heute sollen dort noch bis zu 300 Blindgänger in der Erde schlummern.

Kampfmittel in Oranienburg