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Mit Tochter untergetaucht: Angeklagte sieht sich im Recht

Tochter mehrere Jahre im Ausland versteckt. Foto: Paul Zinken/Archiv
Tochter mehrere Jahre im Ausland versteckt. Foto: Paul Zinken/Archiv FOTO: Paul Zinken
Berlin. Eine Mutter, die ihre kleine Tochter aus Berlin heimlich ins Ausland gebracht und rund drei Jahre versteckt haben soll, kommt heute vor das Amtsgericht Tiergarten. Der 45-Jährigen wird Kindesentziehung zur Last gelegt. Nachdem ihr das Sorgerecht entzogen und dem Vater zugesprochen worden war, soll die Frau mit dem damals fünfjährigen Mädchen ins Ausland gezogen sein. Laut den Ermittlungen hielten sich die beiden zunächst auf der Insel Malta auf. Später sei die Mutter mit ihrer Tochter nach Thailand umgezogen. Dort wurde sie den Angaben zufolge im Juli 2017 entdeckt und nach Deutschland abgeschoben. Das Kind sei dem Vater übergeben worden. dpa

Eine Mutter, die mit ihrer kleinen Tochter über drei Jahre lang im Ausland untergetaucht war, hat sich im Prozess um Kindesentziehung für unschuldig erklärt. Sie habe das Mädchen vor dem Vater schützen wollen, erklärte die 45-Jährige am Dienstag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Es sei eine Art Notwehr gewesen. Laut Anklage soll der Frau das Sorgerecht entzogen gewesen sein, als sie 2014 mit dem damals fünfjährigen Mädchen aus Berlin verschwand. Im Juli 2017 war sie mit ihrer Tochter in Thailand festgestellt und nach Deutschland abgeschoben worden. Die inzwischen Neunjährige lebt seitdem bei ihrem Vater. Zum Urteil soll es noch am Dienstag kommen.