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| 19:15 Uhr

Infrastruktur
Mit der Berliner U-Bahn zum BER

Schönefeld. Wirtschaftssenatorin macht Druck. U7 könnte vorerst bis zum heutigen Flughafen führen. Von Andreas Blaser

Die Berliner Wirtschaftssenatorin erhöht den politischen Druck für den Weiterbau der U-Bahn-Linie U7 bis zum künftigen Großflughafen BER in Schönefeld. Ramona Pop (Grüne) plädierte am Montag insgesamt für einen Ausbau des U-Bahn-Netzes der Hauptstadt, um die wachsenden Verkehrsströme zu bewältigen. „Gerade beim Thema Verkehr sollte man keine Politik machen, die nur auf drei, vier Jahre ausgerichtet ist“, warb Pop für perspektivische Lösungen.

Dabei wird auch seit Jahren über eine Verlängerung der U7 diskutiert, unter anderem, um das entstehende Wohngebiet Buckower Felder und den künftigen Flughafen besser anzubinden. Derzeit endet die U7 in der Station Rudow, wenige Kilometer nordwestlich vom bisherigen Schönefelder Airport. Bereits im Februar hatte das „Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg“ eine Initiative für die Verlängerung der U7 zum BER beschlossen. Das Konzept sieht anfangs die Weiterführung der Strecke vom Bahnhof Rudow zum heutigen S-Bahnhof Schönefeld vor. Das wären etwa drei Kilometer. Später sollen drei U-Bahnhöfe folgen: Schönefelder Seen, Kienberg und BER, womit der neue Hauptstadtflughafen ans Berliner U-Bahnnetz angebunden wäre. Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos) verweist immer wieder darauf, dass die Strecke seit 1993 im Flächennutzungsplan vorgesehen ist. Sein Stellvertreter Hilmar Ziegler begrüßte am Montag gegenüber der RUNDSCHAU den Vorstoß der Berliner Wirtschaftssenatorin und bekräftigte das große Interesse Schönefelds an dem Projekt. „Wir unterstützen das voll und ganz.“