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Ministerium: Maßnahmen gegen Steuerbetrug an der Ladenkasse

Das Geldfach einer Ladenkasse. Foto: Jens Büttner/Archiv
Das Geldfach einer Ladenkasse. Foto: Jens Büttner/Archiv FOTO: Jens Büttner
Potsdam. Finanzverwaltungen haben ab 2018 weitergehende Möglichkeiten als bisher, gegen Steuerbetrug an der Ladenkasse vorzugehen. Ohne Ankündigung könne beispielsweise überprüft werden, ob Einnahmen und Ausgaben an den Kassen ordnungsgemäß gebucht wurden, teilte das Brandenburger Finanzministerium am Donnerstag mit. dpa

Behördenmitarbeiter oder Steuerfahnder dürften während der üblichen Geschäftszeiten Grundstücke oder Geschäftsräume betreten. Ihnen müssten Aufzeichnungen, Bücher oder sonstige Unterlagen vorgelegt werden. Zudem könnten Auskünfte verlangt werden. Das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen sei ein wichtiger Schritt für mehr Steuergerechtigkeit, hieß es.

Ab Januar gelten auch höhere Freibeträge, mehr Kindergeld und weitere steuerliche Änderungen. So steigt laut Ministerium der Grundfreibetrag zur Steuerfreistellung des Existenzminimums um 180 auf 9000 Euro im Jahr. Für Familien wird der Kinderfreibetrag von derzeit 4716 auf 4788 Euro pro Kind angehoben. Das Kindergeld steigt um zwei Euro je Kind und Monat. Für das erste und das zweite Kind werden jeweils 194 Euro pro Monat gezahlt, für das dritte 200 und jedes weitere 225 Euro.