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| 10:56 Uhr

Schönefeld
Minister Scheuer macht Druck beim BER-Eröffnungstermin

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer FOTO: Kay Nietfeld / dpa
Berlin . Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat sich am Mittwoch vor Ort über das „Riesenärgernis“ BER informiert. Erste Konsequenz: Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens im Herbst 2020 darf nicht wackeln.

„Der BER ist nach wie vor ein Riesenärgernis“, sagte Scheuer nach Angaben seines Ministeriums. „Ich akzeptiere es nicht, wenn die Welt über diese Baustelle lacht.“ Der neue Eröffnungstermin müsse „unbedingt eingehalten“ werden. Die Eröffnung war wegen zahlreicher Pannen mehrfach verschoben worden.

Scheuer hatte am Dienstag die BER-Baustelle besucht, wie am Mittwoch bekannt wurde. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Der Chef der Flughafengesellschaft, Engelbert Lütke-Daldrup, war laut Ministerium erst eine halbe Stunde vorher informiert worden.

Scheuer sagte, er habe sich persönlich ein Bild machen wollen. „Dabei wollte ich bewusst keine Baustelle sehen, die für den Minister durch lange Vorankündigungen auf Hochglanz gebracht wird, sondern eine im alltäglichen Normalmodus.“

Scheuer hatte zuletzt gefordert, angesichts des steigenden Luftverkehrs den Flughafen Tegel weiterzubetreiben, der nach der BER-Eröffnung dicht gemacht werden soll.

Der neue Hauptstadtflughafen soll nach dem neuesten Zeitplan im Herbst 2020 an den Start gehen - mit dann neun Jahren Verspätung. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme ließen zahlreiche Eröffnungstermine platzen.

Der Bund hält 26 Prozent an der Betreibergesellschaft, je 37 Prozent die Länder Berlin und Brandenburg.

(dpa/bob)