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Minister: Lausitzer Wirtschaft muss internationaler werden

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) ist zu sehen. Foto: Jörg Carstensen/Archiv
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) ist zu sehen. Foto: Jörg Carstensen/Archiv FOTO: Jörg Carstensen
Potsdam. Die Unternehmen der Bergbau- und Kraftwerksindustrie in der Lausitz müssen nach Einschätzung von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) international neue Märkte erschließen. „Die Bedeutung der fossilen Energieträger wird zumindest in Deutschland in den nächsten Jahren abnehmen“, sagte Gerber am Donnerstag bei der Vorstellung einer Analyse zum Potenzial der Lausitzer Wirtschaft. „Dagegen nimmt die Bedeutung der Braun- und Steinkohle in anderen Teilen der Welt wie in China, Russland oder Südamerika zu - ob einem das gefällt oder nicht.“ dpa

Die Unternehmen müssten sich zudem auf neue Geschäftsfelder verlagern, meinte der Minister. So seien Lausitzer Firmen bereits in der Bahntechnik oder in der Freizeitindustrie aktiv. „Wir werden diese Entwicklung nach Kräften unterstützen“, betonte Gerber.

Als Beispiel für neue Geschäftsfelder präsentierte Gerber die Firma Emis Electrics GmbH, die etwa die elektronische Steuerung der Achterbhanen und andere Karussells im baden-württembergischen Europa-Park Rust liefert. Und die KSC Kraftwerks-Service Cottbus Anlagen GmbH hat sich Baugruppen für den Eisenbahnbau spezialisiert. „Wir haben im vergangenen Jahr 6 Millionen Euro und damit 20 Prozent unseres Umsatzes mit Bombardier gemacht“, erläuterte Geschäftsführer Winfried Pfeiffer.

Nach einer Analyse des wirtschaftlichen Potenzials seien bereits 86 Prozent der Unternehmen im Ausland aktiv, sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Wolfgang Krüger. Allerdings liege bei zwei Dritteln der Auslandsumsatz unter zehn Prozent. Dies gelte es auszubauen. Dabei bräuchten die Firmen insbesondere bei der Forschung zu neuen Produkten finanzielle Förderung, sagte Krüger.