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Metaller machen mit Warnstreiks weiter

750 Metaller in der Region im Warnstreik. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv
750 Metaller in der Region im Warnstreik. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv FOTO: Ralf Hirschberger
Berlin. Rund 750 Metaller haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag in Berlin und Brandenburg an Warnstreiks beteiligt. In Berlin hätten 400 Beschäftigte aus drei Betrieben zwei Stunden lang die Arbeit niedergelegt, teilte die IG Metall mit. In Brandenburg seien es 350 Mitarbeiter in zwei Betrieben gewesen. Vor einer Woche hatte die regionale IG Metall in Brandenburg an der Havel erstmals zu einem Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt aufgerufen. dpa

Die IG Metall setzt ihre Reihe von Warnstreiks am Freitag auch in Berlin fort. Beschäftigte der Betriebe General Electric (GE) Power und Stadler Pankow sind zugleich zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Versammlung (10.00 Uhr) ist vor dem Haupttor des Werksgelände in Berlin-Pankow geplant, auf dem sich beide Betriebe befinden. In Brandenburg sind an diesem Freitag keine Aktionen vorgesehen.

Am Donnerstag hatten sich rund 750 Metaller in fünf Brandenburger und Berliner Betrieben an Warnstreiks beteiligt, die die IG Metall im laufenden Tarifkonflikt vor einer Woche begonnen hatte. In der Auseinandersetzung geht es um mehr Geld, vor allem aber um eine von der IG Metall geforderte Arbeitszeitverkürzung.

Die Gewerkschaft dringt auf die Möglichkeit für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dann einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber lehnen das ab.

In der dritten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg am Donnerstag kamen beide Seiten beim Thema Arbeitszeit nicht weiter. Eine Expertengruppe soll nun Lösungen dazu erarbeiten, bevor am 24. Januar weiter verhandelt wird. Für die rund 100 000 Metaller in Berlin und Brandenburg ist die dritte Runde für den 19. Januar geplant.