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Metall-Tarifrunde von Einigung weit entfernt

Berlin. Die Tarifverhandlungen für die rund 100 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg steuern auf einen schärferen Konflikt zu. Die dritte Runde am Freitag in Berlin wurde ergebnislos vertagt, aber noch kein neuer Termin vereinbart, wie der Arbeitgeberverband und die IG Metall mitteilten. Rund 250 Metaller im Warnstreik begleiteten das Treffen mit einer Kundgebung. dpa

Ein Durchbruch könnte am ehesten bei den regionalen Verhandlungen für Baden-Württemberg gelingen, die am 24. Januar bereits in die vierte Runde gehen. Eine Expertengruppe hatte dort den Auftrag erhalten, für das umstrittene Thema Arbeitszeit eine Lösung zu finden.

Die IG Metall fordert für bundesweit 3,9 Millionen Branchenbeschäftigte 6 Prozent mehr Lohn sowie das Recht, die Wochenarbeitszeit befristet auf 28 Stunden senken zu können. Schichtarbeiter, pflegende Familienangehörige und Eltern junger Kinder sollen einen Teillohnausgleich erhalten. In Ostdeutschland verlangt die Gewerkschaft zudem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von derzeit 38 Stunden, das sind drei Stunden mehr als im Westen.

Die Arbeitgeber lehnen vor allem Ausgleichszahlungen ab. Sie bieten zwei Prozent mehr Geld ab 1. April 2018 und eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März.