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Munitionsreste
Menge des entschärften Sprengstoffs 2017 gestiegen

Drei entschärfte amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Foto: Oliver Killig/Archiv
Drei entschärfte amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Foto: Oliver Killig/Archiv FOTO: Oliver Killig
Berlin. Mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Berlin noch immer zahlreiche gefährliche Blindgänger entdeckt. Nach Anhaben der Polizei entschärften Experten im vergangenen Jahr rund 33 Tonnen Sprengmittel. Darunter waren neun Fliegerbomben mit mehr als 50 Kilogramm Gewicht. Die Menge des entdeckten Sprengstoffs ist damit wieder gestiegen: 2016 waren es 27 Tonnen Bombenlast, im Jahr zuvor 24,8 Tonnen. dpa

Die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz schätzt die Zahl der noch unter der Erde liegenden Bomben, Granaten und Munitionsreste auf rund 3000. Sie sind Überbleibsel der mehr als 380 Bombenangriffe, die Historikern zufolge zwischen 1939 und 1945 auf Berlin geflogen wurden. Mehr als 45 000 Tonnen Sprengstoff wurden abgeworfen.

Experten des Kampfmittelräumdienstes rückten den Angaben nach im vergangenen Jahr zu 945 Einsätzen aus, 2016 waren es 875. Wie viel diese Einsätze kosten, wird im Berliner Haushaltsplan nicht gesondert erfasst. Oft hilft zudem die Feuerwehr, etwa bei möglichen Evakuierungen. Hinzu kommen Notarzt und Krankenwagen - falls etwas schiefgeht. Der Polizei zufolge ist das in Berlin allerdings noch nie passiert.