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Tarifverhandlungen
Mehrere Hundert Bombardier-Beschäftigte bei Warnstreik

„Warnstreik“ steht auf einem Banner vor der Aufzugsfirma Otis in Berlin. Foto: Peer Grimm/Archiv
„Warnstreik“ steht auf einem Banner vor der Aufzugsfirma Otis in Berlin. Foto: Peer Grimm/Archiv FOTO: Peer Grimm
Berlin/Potsdam. Beim Zugproduzenten Bombardier in Hennigsdorf und dem Berliner Aufzugbauer Otis in Tegel sind am heutigen Montag die Beschäftigten der Frühschicht zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Bei Kundgebungen in Hennigsdorf und Tegel will die IG Metall am Montag ihren Forderungen Gehör verschaffen: sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, Teilzeitarbeit mit Lohnausgleich sowie Verhandlungen über gleiche Löhne in Ost und West. dpa

Mit einem zweiten Warnstreik in Brandenburg hat die Gewerkschaft IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie erhöht. Am Montagvormittag versammelten sich Bombardier-Beschäftigte vor dem Werkstor in Hennigsdorf (Oberhavel), wie die Gewerkschaft mitteilte. Dem Aufruf seien rund 300 Mitarbeiter gefolgt. Der Zugproduzent nannte nach eigenen Schätzungen rund 200 Mitarbeiter.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatten Beschäftigte des Auto-Getriebeherstellers ZF Getriebe Brandenburg GmbH in Brandenburg an der Havel die Arbeit niedergelegt. Derzeit gibt es in der deutschen Schlüsselindustrie mit insgesamt 3,9 Millionen beschäftigten Mitarbeitern bundesweit Warnstreiks wegen des Tarifstreits. Die Verhandlungen werden regional geführt. Die dritte Tarif-Verhandlungsrunde ist laut IG Metall für Berlin und Brandenburg am 19. Januar in Berlin geplant.

Die Arbeitgeber waren bislang zu einem Lohnplus von zwei Prozent im April bereit, zudem zu einer Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März. Die IG Metall fordert bundesweit aber unter anderem sechs Prozent mehr Geld.

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