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Mehr Wildschweine nach Schäden an Deichen erlegt

Nach einer Ansitz-Drückjagd geschossene Wildschweine in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Nach einer Ansitz-Drückjagd geschossene Wildschweine in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Potsdam. Nach der Einführung einer Prämie hat sich die Zahl der erlegten Wildschweine in Brandenburg erhöht. Landesweit wurden im Jagdjahr 2016/17 mehr als 76 500 Tiere erlegt und damit acht Prozent mehr als im Jagdjahr davor, wie das Umweltministerium am Mittwoch mitteilte. Weil Wildschweine Schäden an Deichen verursachten, sollte mit einer Anreiz-Prämie die Jagd auf die Tierbestände erhöht werden. Die Prämie wirke vielerorts, hieß es. dpa

Die seit April 2016 geltende und zeitlich auf drei Jahre befristete Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro wird bezahlt, wenn Wildschweine erlegt werden, die über den Referenzwerten des vergangenen Jagdjahres liegen. Die Erlegungsprämie gilt den Angaben zufolge in den Landkreisen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und Cottbus.

In den Jagdbezirken der fünf Landkreise seien insgesamt gut 1800 Wildschweine mehr erlegt worden als im vergangenen Jagdjahr - deshalb gibt es in diesen Fällen auch die Prämie. Bis auf den Landkreis Barnim habe die Prämie Wirkung gezeigt, hieß es vom Ministerium.

Die Prämie sei auch als Reaktion auf die sich in Osteuropa ausbreitende Afrikanische Schweinepest eingeführt worden. Im Vergleich zu anderen Bundesländern seien die Wildschweinbestände in Brandenburg groß.

Pressemitteilung