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Mehr als 3,2 Millionen Anträge auf Akteneinsicht

Stasi-Akten sind im Stasi-Archiv in Berlin zu sehen. Foto: Stephanie Pilick/Archiv
Stasi-Akten sind im Stasi-Archiv in Berlin zu sehen. Foto: Stephanie Pilick/Archiv FOTO: Stephanie Pilick
Berlin. Bei der Stasi-Unterlagenbehörde sind seit ihrem Bestehen mehr als 3,2 Millionen Anträge zur persönlichen Einsicht in Akten der DDR-Staatssicherheit gestellt worden. In diesem Jahr seien es bis Ende November etwa 46 300 Anträge gewesen, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, der Deutschen Presse-Agentur. 2016 waren es insgesamt 48 600 Anträge. Obwohl die Zahlen langfristig zurückgingen, sei das Interesse noch höher als anfangs erwartet. dpa

Manche Menschen wagten erst jetzt als Rentner den Blick in die Vergangenheit und beantragten Akteneinsicht, sagte Jahn. Es gebe noch die Angst zu entdecken, von Nachbarn oder Freunden bespitzelt worden zu sein, so der frühere DDR-Oppositionelle. Neu seien auch mehr Nachfragen der „Enkelgeneration“, die mehr über das Leben gestorbener Familienangehöriger wissen wollten. „Die Akten klären Schicksale auf, sie sind Dokumente von Menschenrechtsverletzungen und nach wie vor ein wichtiges Instrument der Aufarbeitung“, so der 64-Jährige.

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