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Mehr als 2,6 Millionen Euro für Aufarbeitung

SED-Mitgliedsbuch (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) der DDR. Foto: Patrick Pleul/Archiv
SED-Mitgliedsbuch (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) der DDR. Foto: Patrick Pleul/Archiv FOTO: Patrick Pleul
Berlin. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fördert im kommenden Jahr 159 Projekte mit 2,65 Millionen Euro. Dokumentarfilme, Publikationen, Ausstellungen sowie Tagungen können damit unterstützt werden, wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte. dpa

Bei den Projekten stehe der Aufbruch vor 50 Jahren in Europa im Mittelpunkt, hieß es. 1968 sei durch Studentenproteste in Westeuropa und den USA bestimmt gewesen. In dem Jahr sei auch die versuchte Liberalisierung kommunistischer Herrschaft im „Prager Frühling“ durch Truppen des Warschauer Pakts niedergeschlagen worden. Neun Projekte zu dem ereignisreichen Jahr sind geplant. Diese bekommen laut Stiftung eine Förderung von insgesamt rund 165 000 Euro.

Zudem plant die Deutsche Gesellschaft eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „1968 - gesellschaftlicher Wandel in Ost und West“ sowie eine wissenschaftliche Tagung zu 1968 als weltpolitische Zäsur. Das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage im sächsischen Werdau erarbeitet die Ausstellung „Wind of Change“, in der es um die Entwicklung der Opposition in der DDR geht.

Zu Bildungsangeboten, die sich vor allem an Jugendliche richten, sind 18 Projekte geplant; dafür sind 492 000 Euro vorgesehen. Vor dem Hintergrund der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland wird in einer Arbeit das Verhältnis von Sport und Macht in autokratischen und diktatorischen Systemen untersucht. Die Erkenntnisse sollen für den Geschichts- und Politikunterricht aufbereitet werden.

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