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Meckel: Freiheitsstreben im Osten öffnete Tor zur Einheit

Markus Meckel. Foto: Dominik Flügel/Archiv
Markus Meckel. Foto: Dominik Flügel/Archiv FOTO: Dominik Flügel
Schwerin. Der frühere Bürgerrechtler und letzte DDR-Außenminister Markus Meckel hat die Ostdeutschen zu einem selbstbewussten Umgang mit ihrer Geschichte aufgerufen. Die deutsche Einheit sei zu runden Jahrestagen oft als Leistung mächtiger Politiker dargestellt worden und weniger als Ergebnis eines kollektiven Aufbegehrens gegen die Diktatur. „Dabei haben doch erst die Freiheitsbestrebungen der Menschen das Tor zur Einheit geöffnet“, betonte Meckel am Dienstag auf einem Kolloquium in Schwerin. Bei der Zusammenkunft von Historikern, Soziologen und Politikern ging es um den in Mecklenburg-Vorpommern geplanten Gedächtnisort für die friedliche Revolution von 1989. Er soll bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im Herbst 2019 errichtet sein, ob als Denkmal oder Museum ist bislang noch unklar. dpa